Diagnose

Ihr seid nicht alleine!

Es ist furchtbar, zu erfahren, dass das mit so viel Liebe erwartete Kind sehr wahrscheinlich nicht leben kann. Alle bisher besprochenen Pläne werden irrelevant und der Blick in die Zukunft erscheint verschleiert. Weil es den meisten Menschen in dieser Situation so geht, ist es wichtig zu wissen, dass es doch Einiges gibt, was man tun kann. Alle hier und auf den folgenden Seiten aufgezählten Optionen sind Denkanstöße oder Ideen, denn seinen persönlichen Weg muss jeder selbst finden. Wir versuchen mit unseren Vorschlägen ein möglichst breites Spektrum abzudecken, was dazu führt, dass einige Vorschläge nicht für euch passen werden, lasst euch davon bitte nicht irritieren. Wir möchten Euch Dinge aufzeigen, die für euch in der kommende Zeit wichtig werden könnten. Auch da ist es jedoch, wie bei all unsren Hilfegebungen so, dass ihr euch nur das rausnehmen könnt, was für euch und eure Situation passt und euch gut tut.

Informationen sammeln

Verschiedene Schritte können eingeleitet werden, um Informationen (über die Erkrankung und mutmaßlich geschätzte Lebensdauer, Geburt eures Babys etc.) zu bekommen. Ihr könnt Kontakt aufnehmen zu einfühlsamen und wohlwollenden Kinderärzten und Beratungsstellen. Auch ist es von Vorteil, sich Zweit- oder Drittmeinungen von Feindiagnostiker / Humangenetikern einzuholen (auch hier gibt es leider schwarze Schafe, Empfehlungen helfen!). Wenn ihr Hilfe und Unterstützung braucht, mit jemandem über eure Situation sprechen wollt, seid ihr bei den unten aufgeführten Adressen gut aufgehoben. Hier handelt es sich um Stellen, die kostenlose Beratung und Begleitung anbieten und euch auch zu weiteren Stellen leiten können.

  • Weitertragen (Verein für Eltern, die die Schwangerschaft nach pränataler Diagnose fortsetzen/fortgesetzt haben).
  • Erste Hilfe Köfferchen ( Begleitung und Unterstützung bei deinen ersten Schritten auf einem traurigen Weg- Begleitung von Problemschwangerschaften und Sterneneltern).
  • Bundesverband- Kinderhospiz (Unterstützung und Umsorgung der erkrankten Kinder und ihren Eltern).
  • Diakonie oder Caritas (Schwangerschaftsberatung, ab dem Wissen der Schwangerschaft und bis zu drei Jahren möglich; Lebenshilfe, psychologische Beratung).
  • Pro Femina (Betreuung und Beratung zu Themen wie Schwangerschaftskonflikt, Pränataldiagnostik – positiver Befund, und jetzt?, Schwangerschaftsabbruch).
  • Seelsorger (in jeder Kirche und in jedem Krankenhaus gibt es diese tollen Menschen, die trösten, stärken und einem beistehen).

Einen Namen für euer kleines Wunder

Ihr könnt eurem Baby jetzt schon einen Namen geben. Es kann einem ein schönes Gefühl geben, es bei seinem eigenen Namen zu nennen.

Erinnerungen schaffen

  • Ihr könnt ein Schwangerschafts- Erinnerungsalbum oder Tagebuch führen (schöne Bücher findet ihr unter dem Button „Bücherempfehlungen“ ganz Unten).
  • Babybauchfotos können gemacht werden. Hierzu kann man auch So genannte Sternenfotografen engagieren. Das sind professionelle Fotografen die Bilder von Babys, die vor, während oder unmittelbar nach der Geburt sterben müssen machen- und das alles kostenlos!).
  • Wenn ihr für eurer Baby gerne eine Abschiedsbox haben möchtet; ganz individuell gestaltet; immer nach Absprache mit euch), wendet Euch an uns.

 

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